eBill wird zum Massenphänomen

Die digitale Rechnung etabliert sich in der Schweiz zunehmend als Alternative zu Papier und PDF. Ende Juni 2026 waren gemäss SIX erstmals mehr als vier Millionen Menschen für eBill registriert – rund die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung. 2025 wurden 93 Mio. eBill-Transaktionen abgewickelt.

Das Prinzip: Rechnungen werden direkt ins E-Banking geliefert und können dort geprüft und bezahlt werden. Das manuelle Übertragen von IBAN, Betrag und Referenznummer entfällt. Für Nutzer heisst das weniger Aufwand, für Unternehmen fallen unter anderem Druck- und Versandkosten weg.

eBill ist dabei nicht auf jüngere Kundschaft beschränkt. Zwar stellen die 30- bis 39-Jährigen die grösste Nutzergruppe. Am stärksten zugelegt hat die Nutzung 2025 jedoch bei den über 80-Jährigen – um 20 Prozent. Bei den 20- bis 64-Jährigen haben bereits mehr als 59 Prozent eBill aktiviert.

Mit der steigenden Verbreitung wird der Dienst auch für KMU interessanter. Bereits 110 Finanzinstitute bieten eBill an. Besonders bei wiederkehrenden Rechnungen, etwa für Abonnements, Mitgliedschaften oder Energie- und Telekommunikationsleistungen, kann sich die elektronische Zustellung lohnen. Hinzu kommen Sicherheitsvorteile: Rechnungssteller werden verifiziert und die Zahlung direkt im geschützten E-Banking freigegeben.

Auch beim Einzug wiederkehrender Zahlungen tut sich etwas. Mit eBill Direct Debit können Unternehmen Beträge aufgrund einer Einzugsermächtigung automatisch abbuchen lassen. Das gewinnt an Bedeutung, weil die bisherigen Lastschriftverfahren LSV+ und BDD per 30. September 2028 eingestellt werden.

Zürcher Wirtschaft

Redaktion

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