Altersdiversität als Erfolgsfaktor

Die Babyboomer gehen in Pension. Gleichzeitig rücken weniger Junge nach. Dadurch fehlen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend qualifizierte Arbeitskräfte. Für Betriebe wird es daher wichtiger, das Potenzial von Mitarbeitenden in der zweiten Berufshälfte zu nutzen.

Betriebe schätzen in der Regel ältere Mitarbeitende. Denn diese bringen meistens ein grosses Erfahrungswissen und eine hohe Loyalität mit. Eine repräsentative Studie von Swissstaffing und gfs-zürich zeigt, dass sich mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen ab 50 Jahren überdurchschnittlich engagiert. Frauen ab 50 Jahren weisen die höchste Leistungsbereitschaft aller Erwerbstätigengruppen in der Schweiz auf.

Im Betriebsalltag zeigt sich zum Teil ein anderes Bild: In der Arbeitsmarktstudie «55Plus in der Altersfalle» der Outplacement-Firma von Rundstedt geben 77 Prozent der befragten HR- und Führungspersonen an, dass ältere Mitarbeitende in ihrer Firma im Nachteil sind.

Altersdiversität als Vorteil

Betriebe, die auf altersdiverse Teams setzen, profitieren von vielen Vorteilen: Untersuchungen zeigen, dass altersgemischte Teams produktiver sind und das Arbeitsklima positiv prägen. Aus einer Studie der ZHAW geht hervor, dass Altersdiversität ein Wettbewerbsvorteil ist. Wenn ältere und jüngere Mitarbeitende zusammenarbeiten, kommen vielfältige Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen zusammen, und das begünstigt Innovation.

Mitarbeitende 55+ fördern

Firmen wie die Axa Schweiz gehen mit gutem Beispiel voran: In ihrem Projekt «Axa Horizon» fördert die Versicherung die Entwicklung von Mitarbeitenden 55+. Die älteren Mitarbeitenden werden in Schulungen beim Planen ihrer Karriere und bei der Vorbereitung auf die Pension unterstützt. Gefördert werden auch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit, nach der Pensionierung temporär und in Teilzeit bei Projekten mitzuarbeiten. Damit will die Axa Schweiz das Potenzial von älteren Mitarbeitenden stärken und deren Fachwissen und Erfahrung sichern.

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