Ein Grossteil der Zürcherinnen und Zürcher wünscht sich Wohneigentum. Doch für viele Leute – selbst im Mittelstand – bleibt dieses Ziel unerreichbar. Hier setzt die Wohneigentums-Initiative des HEV Kanton Zürich an. Sie schafft neue Chancen für den Mittelstand, stärkt das Angebot an kostengünstigem Wohneigentum und entlastet den angespannten Wohnungsmarkt.
25. April 2026
Autor Josef Wiederkehr ist Vorstandsmitglied im HEV Kanton Zürich und im Ausschuss des KGV
von Josef Wiederkehr
Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen Herausforderungen im Kanton Zürich. Die Nachfrage nach Wohneigentum steigt kontinuierlich, gleichzeitig bleibt das Angebot knapp. Für viele Menschen bleibt der Wunsch nach einem eigenen Zuhause deshalb unerfüllt. Hohe Preise und fehlende Verfügbarkeit führen dazu, dass sich immer weniger Haushalte Wohneigentum leisten können. Heute profitieren fast ausschliesslich Mietwohnungen von Genossenschaften von der Wohnbauförderung, während selbst genutztes Wohneigentum systematisch benachteiligt wird.
Genau hier setzt die Wohneigentums-Initiative des HEV Kanton Zürich an. Sie fordert, dass bei staatlich unterstützten Wohnbauprojekten künftig sowohl Mietwohnungen als auch kostengünstige Wohnungen für das selbstgenutzte Wohneigentum entstehen. Damit wird ein bestehendes Ungleichgewicht korrigiert, der Zugang zu Wohneigentum verbessert und der verfassungsmässige Auftrag umgesetzt, wonach der gemeinnützige Wohnungsbau und das selbst genutzte Wohneigentum gleichermassen gefördert werden sollen. Gerade für Familien und den Mittelstand entstehen so wieder realistische Chancen auf ein eigenes Zuhause.
Gleichzeitig stärkt die Initiative die Vielfalt auf dem Wohnungsmarkt. Wenn mehr Menschen Wohneigentum erwerben können, wird der Druck auf den Mietmarkt reduziert und das Angebot insgesamt ausgewogener. Klare Regeln stellen zudem sicher, dass die Wohnungen tatsächlich selbst genutzt werden und langfristig kostengünstig bleiben.
Ein funktionierender Wohnungsmarkt ist für den Wirtschaftsstandort Zürich zentral. Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihre Mitarbeitenden passenden und bezahlbaren Wohnraum finden. Ein ausgewogenes Verhältnis von Miet- und Eigentumswohnungen erhöht die Standortattraktivität und sorgt für Stabilität.
Damit setzt die Initiative den verfassungsmässigen Auftrag um, die Miet- und Eigentumsförderung gleichermassen zu berücksichtigen, und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer fairen und nachhaltigen Wohnpolitik im Kanton Zürich.
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